Linguine Sepia e Vongole

Wenn sich einem schon die Möglichkeit bietet, täglich fangfrisches und lokal gefischtes Meeresgetier zu erwerben, sollte man sie tunlichst auch nutzen. Ich habe zwar im Urlaub größtenteils vegetarisch und damit durchaus cilentanisch gekocht – übrigens immer noch eine Nachwirkung dieser Lektüre vor zwei Jahren (note to myself: das verdiente immer noch einen eigenen Blogeintrag) – aber das großartige Angebot auf den Märkten völlig zu ignorieren, das ist mir dann doch nicht gelungen.

Das Grundrezept für den Teller oben verdanke ich einem alten Posting von Claudio. Ich habe mich, was die Muscheln betrifft, auch weitgehend daran gehalten – zum Aromatisieren der Garflüssigkeit allerdings ein paar Stängelchen wilden Fenchel und ein Blatt Lorbeer, beides beim Wandern am Tag zuvor selbst gesammelt, hinzugefügt. 

Der Sepia wiederum wurde gesäubert (ein detailliertes Anleitungsvideo dazu findet sich hier bei Youtube), in schmale Streifen geschnitten und die letzten 3 Minuten bevor die Nudel gar sind im mit Chili und Knoblauch aromatisierten Olivenöl durchgeschwenkt.

In den letzten anderthalb Minuten wurde er begleitet von ein paar feingewürftelten San-Marzano-Tomaten (wer es fein mag häutet und entkernt, wer wie ich faul ist, lässt es einfach bleiben und lebt mit leichten Abstrichen bei der Optik). Dann kommt die tropfnasse, al-dente-gekochte Pasta dazu (ich bevorzuge dafür Liguine anstelle der principe’schen Spaghetti – so oder so aber: Pasta di Gragnano!), kurz durchschwenken, fertig. Das Ergebnis ist überwältigend und um so grandioser, je frischer die zur Verfügung stehenden Meeresfrüchte sind. 

posted Vor 1 Jahr on Oktober 4th, 2012 at 12:07 /
tags: Cilento Urlaub Claudio del Principe Linguine Sepia Vongole
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