The simple life… (a.k.a the joys of summer)

Das Bild hier steht stellvertretend für die letzten dreieinhalb Wochen. Darauf sind zu sehen: Kartoffeln (La Ratte), Stangenbohen, Tomaten, ein wenig Schalotten. Kartoffeln und Bohnen wurden vorgekocht, dann mit dem Rest in der Pfanne in Öl kurz durchgeschwenkt, etwas Fleur de Sel, Pfeffer und Piment d’Espelette, ein paar Tropfen Zitrone – fertig. Das ganz einfache Leben und nichts, was man ernsthaft ein Rezept nennen könnte.

Und doch eine Mahlzeit, die mir durch die Erinnerung sofort wieder Schauer der Sehnsucht über den Rücken jagt. Das Geheimnis? Die Qualität der Produkte natürlich. Denn wenn die stimmt, dann funktionieren auch die einfachsten Rezepte. Wie zum Beispiel auch das gerade drüben bei Claudio aktuelle vegetarische “nicht-vollwertige” Zucchini-Rezept.

Fleisch vermisst habe ich auf dem Teller übrigens überhaupt nicht. Auch wenn ich mir natürlich vorstellen könnte, dass sich etwas Lamm vom Grill (oder gerne auch eine Dorade) ganz vorzüglich neben dem Gemüse machen würden. Dass sich da oben auf dem Teller kein Fleisch findet, hat übrigens mit einem (dem!) Buch zu tun, dass ich an gleicher Stelle auf eben dieser Terrasse vor rund einem Jahr  gelesen hatte. Und das meine Konsumgewohnheiten in Sachen Fleisch (noch einmal) drastisch verändert hat. Oder genauer gesagt: mich deutlich konsequenter hat werden lassen. Aber das ist eine andere Geschichte… 

posted Vor 8 Monaten on September 28th, 2011 at 15:41 /
tags: Gruissan Languedoc Urlaub
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Nach drei Wochen…

…wieder zurück in Deutschland. Und prompt schwer erschüttert vom ersten Besuch eines hiesigen Supermarkts. Akute Sehnsuchtsattacken…

Als Trost bleiben: 12 Liter Olivenöl, eine stattliche Anzahl Gläser mit Piment d’Espelette, eines mit Safran aus dem Languedoc, eine Menge selbstgesammelter wilder Fenchel und Lorbeer, ein paar Kilo grobes, graues Meersalz, Fleur de Sel, ein paar Kekse diverse Einzelflaschen Wein und ein sehr schöner Chevre/Brebis aus dem Baskenland.

Ansonsten wird es bald von ein paar Veränderungen zu berichten geben, aber dazu mehr in den nächsten Tagen…

posted Vor 8 Monaten on September 26th, 2011 at 11:55 /
tags: Gruissan Urlaub Languedoc
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Abfahrt jetzt!

‘Schroimisch…

…wie blöde!

posted Vor 9 Monaten on September 2nd, 2011 at 09:40 /
tags: Urlaub Gruissan Languedoc
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Zum Thema Austern… (a.k.a Kleine Enttäuschungen)

…Auch eine Erkenntnis dieses Urlaubs: die Auster und ich, das bleibt wohl einschwieriges Thema. So richtig Freunde werden wir wohl nie werden. Um nicht falsch verstanden zu werden, es ist nicht so, dass ich sie gar nicht mögen oder gar verabscheuen würde. Aber die ganz große Euphorie bleibt beim Essen doch meistens aus. Manchmal Ausnahmen, die mich restlos begeistern (wie zum Beispiel diese hier im letzten Jahr oder die von der Ile d’Oleron auf der Hausmesse meines Lieblings-Edeka diesen Früh-Sommer).

Aber öfter bin ich doch eher enttäuscht. Oder bleibe wenigstens indifferent. Egal ob Sylter Royal oder Fin de Claire. So auch bei den Exemplaren da oben auf dem Bild. Die waren zwar ganz nett - aber leider auch nicht mehr. Wirklicher, echter Genuß? Naja. An mangelnder Frische kann das allerdings nicht gelegen haben. Denn frischer als die da oben geht kaum. Es sei denn der klatschnasse Neoprenanzug wurde vom die Austern hereintragenden Fischer aus abgründigeren Motiven denn denen des Wärmeschutzes getragen.

Einem Artikel im Midi Libre konnte übrigens selbst ich (der ich eigentlich nicht einen Ton französisch spreche) entnehmen, dass auch die Austernzucht an der Cote Narbonnaise unter dem gleichen Virus zu leiden hat, der auch in diesem Jahr traurigerweise wieder die Bestände in Arcachon und auf der Ile d’Oleron bzw. d’Re dezimiert hat. Die Verluste sind wohl vor allem unter den Jungtieren ziemlich dramatisch. Mehr dazu zum Beispiel in diesem Artikel bei Focus Online.

Trotzdem würde ich den Austern auch das nächste mal ein Chance geben. Wenn man schon in wirklich unmittelbarer Nähe einer Produktionsstätte Urlaub macht, sollte man die Gelegenheit auch nutzen. Selbst auf die Gefahr hin, dass man enttäuscht wird. Viel enttäuschender war ohnehin, dass wir nicht mehr dazu gekommen sind, die Meeres-Schnecken auf diesem Bild zu probieren…

Zu blöd aber auch, dass ausgerechnet am letzten Markttag unserer Anwesenheit dieser Stand nicht da war. Dabei hatten wir noch jede Menge selbstgesammelten wilden Lorbeer, Thymian und Fenchel für den Sud cübrig…

posted Vor 1 Jahr on September 23rd, 2010 at 10:41 /
tags: Austern Gruissan Languedoc Okzitanische Notizen Meeresschnecken
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Wiedersehen in Montfrin… (a.k.a. Etappenziele)

Einer der ersten Einträge in diesem Blog berichtete vor einem Jahr von einer kleinen Landpartie. Vom Luberon ging’s in die Nähe von Avignon ins Rhonetal, genauer gesagt nach Montfrin. Dort wird nämlich eines der mir liebsten Olivenöle produziert, nämlich das von Chateau Montrin.

Das Wichtigste, was man zu diesem Öl wissen sollte, findet sich hinter dem Link oben, deshalb reicht mir heute der Tip für zur einer wirklich günstigen Einkaufsquelle. Allen, die aus dem Westen über Dijon-Lyon-Avignon ins Land der Garrique reisen und - so wie wir - absolute Gewalttouren (“Madrid? Da mach’ ich eigenlich nur zum Tanken Pause!”) nicht mehr allzu sehr schätzen, sei ein Zwischenstop in (oder der Nähe von) Avignon oder Nimes oder Uzes empfohlen.

Hinter dem unscheinbaren Verschlag oben auf dem Bild wird nämlich für den wirklich senstionellen Tarif von 14,50€ (für die 0,75l Flasche wohlgemerkt, 0,5l kosten 10,50€) ein Öl verkauft, dass sich meiner Meinung nach hinter keinem der bekannten südfranzösischen Spitzen-Öle zu verstecken braucht. Zum Vergleich: in der zugegebenermaßen recht touristischen (aber nichtsdestotrotz sehr, sehr gut sortierten) Epicerie von Uzés kostet die gleiche Flasche 22,50. Das sollte auch mindestens der Tarif sein, zu dem das Öl in Deutschland verkauft würde - wenn es denn überhaupt zu haben wäre. Was es aber schon seit Jahren nicht mehr ist.

Der aktuell im Verkauf befindliche Jahrgang ist 2009, auch dieser hat wie schon mehrere Vorgängerjahrgänge eine Goldmedaille des Landwirtschaftsministeriums in Paris errungen. Geschmacklich hat sich das Öl ein wenig verändert, es ist nämlich eine Spur kräftiger geworden. Da das früher erhältliche, etwas kräftigere “Moulin des Ombres” inzwischen nicht mehr erhältlich ist, denke ich, dass die früher dafür verwendeten Oliven jetzt auch in die Cuvee des Hauptöls eingehen. EDIT: Das “Moulin des Ombres” scheint doch noch erhältlich zu sein. Vielleicht handelt sich bei der festgestellten Kräftigung also nur um eine Jahrgangsvarianz. Anderer Erklärungsansatz wäre folgender: Wo weit ich weiß, sind bei Gründung des Betriebs verhältnismässig viele Jungpflanzen gesetzt worden. Denkbar wäre also auch, dass diese nur, ein paar Jahre später, langsam den Charakter ihrer Früchte zu intensivieren beginnen.

So oder so - das Ergebnis jedenfalls überzeugt: einerseits ist das Chateau Montfrin wie die meisten seiner provencalischen oder südfranzösischen Artgenossen immer noch ein ausgesprochen sanftes und weiches Olivenöl, andererseits ist aber jenen, die meinen, ohne wenigstens ein Hauch von “Kratzigkeit” wäre kein Olivenöl wirklich fehlerfrei (wie zum Beispiel Andreas März vom “Merum”), genüge getan.

Wer sich selbst ein Urteil bilden möchte: 

L’Oliveraie
4 Cours Jean Jaurès, sur le portail
30490 Montfrin
Tel: 04 66 57 26 63
 

posted Vor 1 Jahr on September 21st, 2010 at 11:06 /
tags: Languedoc Montfrin Olivenöl Okzitanische Notizen
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Mein Sommer war sehr gross… (a.k.a. zurück aus dem Urlaub)

…und nach allem, was ich zwischenzeitlich über die hiesige Wetterlage so hörte, war er auch deutlich länger.

Sobald ich mich vom Temperaturschock erholt habe, folgen hier ein paar kurze Berichte aus Okzitanien, zum Beispiel über den Ort, wo dieses Foto entstanden ist und auch über meine Eindrücke von “Tiere Essen” von J. S. Froer, das ich während dieser Tage endlich auch gelesen habe. Dem ehemals stolzen Wappentier dort oben scheinen übrigens die schlimmsten Massentierhaltungs-Auswüchse erspart geblieben zu sein. Sowohl Schnabel als auch Krallen befanden sich völlig unversehrt und noch ungekürzt am Körper.

posted Vor 1 Jahr on September 20th, 2010 at 10:20 /
tags: Languedoc Urlaub Okzitanische Notizen
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Guess where… (a.k.a. Ab in den Urlaub)

Hier wird es für die nächsten 3 Wochen deutlich ruhiger zugehen. Es geht nämlich in den wohlverdienten Urlaub. Der Laptop kommt zwar auch mit, aber ich bezweifle stark, das die eher rustikale Ferien-Wohnung über WLAN verfügt. Und ob zwischen ausgedehntem Strandliegen, Hinterland-Entdeckungstouren und Viktualien-Einkaufsbummeln viel Zeit fürs Internetcafé bleiben wird, ist eher fraglich.

Wohin es überhaupt geht? Nun, unser Zeichner hat auf dieser Seite eine kleine Mausm Etikett einen kleinen Hinweis versteckt…

Das Etikett hat übrigens inzwischen mehrere Design-Preise gewonnen und stammt von den gleichen Designer, die auch diesen schönen Entwurf hier verantworten. Die schönen Illustrationen stammen in beiden Fällen aus der Feder von Ron and Joe.

posted Vor 1 Jahr on August 27th, 2010 at 04:00 /
tags: Urlaub Languedoc Longue-Dog
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Eintopf d’Oc, Nachtrag (a.k.a Ode an einen Kultwein)

Da der eigentliche Imuls zum Kochen des Cassoulets vom Ausrichten einer Weinprobe gegeben wurde, erscheint es angemessen, wenigstens ein paar Worte zu den am Abend verkosteten Weinen zu verlieren…


Foto: Lars Eberle

Weine aus Languedoc und Roussillon waren das Thema und wir haben, inklusive Aperitif und des Digestif, 18 davon probiert. Dazu noch zwei “Piraten” (also Weine, die nicht in die thematische Klammer “Languedoc-Roussillon” passen, aber dennoch in den Probenkontext). In diesem Fall was das jeweils ein Wein vom südwestlichen und östlichen Nachbarn der Region (also aus Nordspanien und von der Rhone).

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posted Vor 2 Jahren on Dezember 15th, 2009 at 17:54 /
tags: Languedoc Cassoulet Weinprobe Roussillon Clos de Fées Quadratur Coume de Mas
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Eintopf d’Oc, Teil 1 (a.k.a. Confit)

Eine von mir moderierte Weinprobe hat mich am Wochenende nach Berlin geführt. Weine aus Languedoc und Roussillon sollten das Thema sein und als mich der Gastgeber der Probe fragte, was man denn idealerweise dazu als Mahlzeit reichen könne, habe ich ebenso spontan wie leichtsinnig “perfekt wäre eigentlich Cassoulet” geantwortet.


Cassoulet (Symbolbild by leesean on flickr)

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posted Vor 2 Jahren on Dezember 10th, 2009 at 00:52 /
tags: Weinprobe Languedoc Roussilon Confit Gans Gänseschmalz Ente Entenschlegel Cassoulet Bohnen
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