Zur tönenden Weinschau… (a.k.a Weinrallye #50)

…bitte auf das Bild klicken. Mein Beitrag zur Wein-Rallye Nr. 50 findet sich diesmal nämlich an anderer Stelle.

ChristophMatze und ich haben nämlich unseren gemeinsamen Ausflug zu den “Terre et Vins de Champagne” genutzt, um am Abend in unserem Quartier in Epernay den 3. Podcast von Originalverkorkt.de aufzunehmen.

Unter anderem haben wir auch einen nach der methode ancestral hergestellen völlig ungeschwefelten Schaumwein vom Gaillac Weingut Causse Marines verkostet. Alles weitere dazu findet sich nach dem im Podcast. Zum Download bitte aufs Bild klicken, für iPhone-Freunde findet er sich auch bei iTunes.

NACHTRAG: Und wer den Wein selbst probieren möchte, kann ihn im hervorragend sortierten Shop vom Gaillac-Spezialisten Hermann Beyer erwerben.

    Weinrallye #50: Naturwein & Konsorten

posted Vor 1 Monat on April 27th, 2012 at 10:27 /
tags: weinrallye Naturwein Vin naturel Originalverkorkt
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Freundschaftsdienste (a.k.a. Ironie des Schicksals)

Es entbehrt nicht einer ziemlich bitteren Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Dirk Würtz in einem Kommentar auf einen Blogeintrag Martin Kösslers alles andere als zu unrecht mehr Individualität und inhaltliches Engagement, mehr Unverwechselbarkeit und letztlich auch mehr Kompetenz in der deutschen Weinhandels-Szene einfordert, einer gerade in dieser Beziehung (und nicht nur meiner Meinung nach) herausragendsten deutschen Internet-Shops die Segel streichen muss: der Shop von Originalverkorkt.de befindet sich nämlich traurigerweise seit gestern im Ausverkaufs-Status. Über die Gründe warum wird vielleicht zu einem spätereren Zeitpunkt noch einmal zu reden sein. Für heute sollen zwei hier Bemerkungen reichen:

1.) Verdammte Scheiße, ist das traurig!

2.) KAUFT DEM MANN BIS ZUM 2O. JANUAR DEN LADEN LEER!

Und zwar im durchaus im ureigensten Interesse. Denn fernab der von Dirk Würtz zu recht beklagten Uniformität des Angebots verschwindet da ein Sortiment , dass als nahezu mustergültige Erwiderung der von Dirk konstatierten Defizite hätte gelten können. Eines dem man zu jeder Zeit vor allem eines angemerkt hat: die Liebe zum und die Begeisterung für den Wein. Ich bin mir sicher: nicht nur ich werde dieses Angebot noch schmerzlich vermissen.

Wenigstens wird uns Christoph als Blogger erhalten bleiben. Wenigstens die Chance auf potentielle Entdeckungen wie die auf dem Foto oben (ein Wein, von dem ich ohne Christoph vermutlich nie oder doch erst viel, viel gehört hätte: trotzdem vielleicht nicht der Beste, aber sicherlich der BEGEISTERNDSTE Wein einer Probe, in der ansonsten wirklich alle Spitzen des Languedoc versammelt waren - und das zu einem 1/5 des Preises seiner Konkurrenten)  bleibt uns also erhalten. Doch im Moment empfinde ich das als nur sehr, sehr schwachen Trost.

EDIT: Ich finde den Gedanken von Fritz Zickuhr in den Kommentaren so interessant, dass ich mir erlaube, hier darauf hinzuweisen. Ist es wirklich so, dass auch der vermeintliche Weinkenner die allseits bekannten Standards braucht, um sich wohlzufühlen und regelmässig wiederzukommen? Meinungen dazu sind in den Kommentaren hochwillkommen.

posted Vor 4 Monaten on Januar 12th, 2012 at 23:03 /
tags: Originalverkorkt Weinhändler Weinhandel Wein Christoph Raffelt
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Just for the record… (a.k.a Originalverkorkt)

Es hat in diesem Blog eine gewisse Tradition, Neuaufnahmen in der Blogroll  in einem eigenen Posting mit ein paar passenden Worten zu begrüßen. Heute ist es Christoph von Originalverkorkt, den endlich die schon seit geraumer Zeit mehr als überfällige Aufnahme in meinen kleinen Linkolymp ereilt. Das erste reine Wein-Blog in meiner Blogroll übrigens – was damit zusammenhängt, dass ich mit dem bierweinernsten, tunnelblickend-dogmatischen Gestus vieler Weinblogs schon immer meine Probleme hatte.

Originalverkorkt ist in dieser Beziehung anders. Weit entfernt von genussunfähigen und humorbefreiten Punkte- oder Erbsenzählereien ebenso, wie von belanglosem Etikettentrinken. Stattdessen eine Kombination aus Eigenständigkeit, Präzision und zuweilen ans lexikalische grenzende Tiefe. Als ein Beispielsei nur der sage und schreibe 5(!)-teilige Bericht zu einer Blanc-de-Blanc-Champagner-Verkostung genannt (bitte hier entlang zu Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4 und Teil 5).

Der langen Rede kurzer Sinn: Originalverkorkt ist in meinem Augen zur Zeit eines des lesenswertesten und eigenständigsten deutschen Wein-Blogs. Kein Wunder, dass Christoph jetzt ab und an auch an deutlich prominenterer Stelle schreibt. An das Blog angeschlossen ist übrigens ein Weinhandel. Und zwar einer, dessen Sortiment in Qualität und Eigenständigkeit dem Blog in nichts nachsteht. Ich weiß, ein paar der Leser hier sind dort ohnehin schon Kunden – den anderen sei ein Stöbern im dortigen Sortiment eindringlich empfohlen. 

Zuguterletzt: Christoph veranstaltet und moderiert auch Proben. Und die Teilnahme an einer solchen Probe war der letztlich dieses Posting auslösende Moment. Käse & Wein hieß die Veranstaltung im Café Rittershaus in Bonn – und ich bereue nicht, Christophs Einladung (soviel zum Disclaimer/closure-Teil dieses Posts) gefolgt zu sein.

Im Einzelnen gab es:


Parmeggiano Reggiano Vecchio zusammen mit der 2005er Pinot Prestige brut Cuvee von Raumland


Schafs-Feta aus dem Bergischen Land zusammen mit 2008er La Roche Riesling von Baeder


Ziegen-Gouda aus dem Vorgebirge zusammen mit 2008er Cöllner Rosenberg Riesling/Traminer vom Weingut Hahnmühle


Crotin de Chavrignol zusammen mit 2008er Sancerre der Domaine Vacheron


gereiften Reblochon zusammen mit “Lügle” Weißburgunder 2007 von Hanspeter Ziereisen


Atta-Käse (Kuhmilch-Käse in der Tropfsteinhöhle gereift) mit Blauer Silvaner Spätlese 2010 von Horst Sauer


Munster zusammen mit 2007er Krähberg Silvaner von Axel Koehler


Gorgonzola dolce zusammen mit 2008er Huxelrebe BA aus der Weinheimer Hölle von Alexander Gysler


Coulommiers zusammen mit einem “Le Quart Chapeau”, Côte Chalonnaise 2006 von der Domaine d’Heilly-Huberdeau


Beemster X.O. zusammen mit Chateau Poujeaux 2003


Shropshire von Colston Basset zusammen mit Late Bottled Vintage Port 2003 von Quinta do Noval

Genaue Verkostungsnotizen spare ich mir an dieser Stelle (ich habe mir aus Small-Talk-Gründen auch nicht allzu viele Notizen gemacht). Das perfekt Match des Abends war für mich der Sancerre mit dem Crottin. Ich mache auch bei meinen Wurst&Wein-Proben immer wieder die Erfahrung, dass regionale Bezüge sehr oft harmonische Kombinationen erzeugen - wenn vielleicht auch nur deshalb, weil man dann genau die Harmonie empfindet, die man seinen Erwartungen folgend sucht. Aber auch so waren sehr spannenden Kombinationen dabei - es war beispeilsweise interessant zu sehen, wie gut sich der Ziereisen Weißburgunder neben dem doch recht kräftigen Reblochon behaupten konnte.

Die nächste Veranstaltung findet übrigens schon am 8. Dezember statt. Thema wird im Café Rittershaus dann nicht der Käse, sondern Sekt, Cremant und Co, also der Schaumwein sein. Vielleicht sehen wir uns ja dort…

posted Vor 6 Monaten on November 14th, 2011 at 12:06 /
tags: Blogroll Käse & Wein Christoph Raffelt Weinblogs Originalverkorkt
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